Ladestation mit Solarstrom: Ihr E-Auto tankt vom eigenen Dach
Eine Wallbox, die den Solarüberschuss erkennt, lädt Ihr E-Auto dann, wenn das Dach mehr Strom liefert, als das Haus braucht. Jede so geladene Kilowattstunde kostet Sie statt rund 28 Rappen nur die Rückliefervergütung, die Sie sonst erhalten hätten.
Wie viel Ihres Ladestroms vom Dach kommen kann, hängt vor allem davon ab, wann das Auto zu Hause steht. Rechnen Sie es unten nach. Solaranlage, Wallbox und Steuerung planen und installieren wir zusammen, als Elektrofachbetrieb für Solaranlagen mit Speicher und Wallbox in Bern.
- Solarüberschuss
- Ladeleistung
- mit Solarstrom geladen
- Skala bis 5 kW
Vereinfachtes Modell mit einem durchschnittlichen Tag pro Monat: Solarertrag 900 kWh pro kWp, über Tag und Jahr verteilt nach PVGIS für Bern, Haushalt 4’500 kWh gleichmässig über den Tag. Die Wallbox lädt mit Überschuss ab 1,4 kW bis 11 kW, solange das Auto zu Hause ist. Ist der Akku um mehr als 2 Tagesbedarfe leer, lädt sie nachts aus dem Netz. Strom zu 27,66 Rp. (BKW 2027 inklusive MWST), Rücklieferung 6 Rp. An trüben Tagen ist der Solaranteil kleiner als im Mittel.
Laden mit Solarstrom in Zahlen
Ein Elektroauto braucht im Schnitt rund 2’000 kWh Strom pro Jahr. So viel erzeugt eine Solaranlage mit gut 2 kWp. Wie viel davon wirklich ins Auto fliesst, entscheidet die Steuerung der Wallbox.
- 17,1 kWh
- brauchten neue Elektroautos 2025 im Schnitt pro 100 km, gemessen nach Norm BFE, Energieverbrauch der neuen Personenwagen 2025
- 11’550 km
- fuhr ein Elektroauto in der Schweiz im Schnitt pro Jahr. Das sind rund 2’000 kWh Ladestrom BFS und ARE, Mikrozensus Mobilität und Verkehr 2021
- CHF 1,20
- kosten 100 km mit eigenem Solarstrom, bewertet zur Einspeisevergütung. Mit Netzstrom CHF 4,90, an Schnellladern CHF 10,30 TCS, Referenzwerte für Ladepreise 2026
- bis 90 %
- Solarstrom im Auto sind mit einer konsequent gesteuerten Wallbox möglich. Wer zu den gewohnten Zeiten lädt, kommt auf rund 15 % EnergieSchweiz, Eigenen Solarstrom laden
- 11 kW
- Ladeleistung, also 16 A auf drei Phasen, empfiehlt EnergieSchweiz für die Wallbox im Einfamilienhaus EnergieSchweiz, Planungsgrundlagen 2023
- 22,7 %
- der neuen Personenwagen waren 2025 reine Elektroautos, mit Plug-in-Hybriden 33,9 % BFS, Strassenfahrzeuge 2025
Stand Oktober 2026.
E-Auto mit eigenem Solarstrom laden: so funktioniert es
Die Solaranlage versorgt zuerst das Haus. Was übrig bleibt, fliesst ins Netz, ausser die Wallbox nimmt es auf. Dafür muss sie wissen, wie viel gerade übrig ist: über einen Zähler am Hausanschluss oder über die Verbindung zum Wechselrichter.
Bei durchschnittlicher Nutzung fährt ein Auto so von Frühling bis Herbst meist ganz mit Solarstrom, im Winter und bei Pendlern braucht es Netzstrom dazu. In Messdaten aus 730 Haushalten lag der Solaranteil im Mittel bei 53 Prozent, die Überschussregelung brachte 25 Prozentpunkte mehr. Beide Diagramme zeigen denselben sonnigen Junitag mit 10 kWp, das Auto ist ab 9 Uhr angesteckt und braucht 20 kWh.
EnergieSchweiz, Planungsgrundlagen 2023, HTW Berlin, Solares Laden 2025
Sofort laden
4 von 20 kWh vom DachDie Wallbox lädt mit voller Leistung, bis der Akku voll ist. Das geht schnell, aber am Morgen liefert das Dach noch wenig, also kommt der grösste Teil aus dem Netz.
Mit Überschuss laden
20 von 20 kWh vom DachDie Wallbox lädt nur mit dem Strom, der übrig bleibt, und passt die Leistung laufend an. Das Auto ist später voll, dafür kommt fast alles vom eigenen Dach.
- Solarüberschuss
- Ladeleistung
- mit Solarstrom geladen
- Skala bis 12 kW
- Sofort volle Leistung, Strom auch aus dem Netz
- Nur Überschuss lädt nur, wenn Solarstrom übrig ist
- Mindestens plus Überschuss kleine Grundleistung aus dem Netz, Sonne obendrauf
Welche Wallbox passt zur Solaranlage?
Für das Laden mit Solarstrom zählt weniger die grösste Leistung als die kleinste: Ein Auto lädt erst ab einem Ladestrom von 6 Ampere. Wie viel Überschuss dafür nötig ist, hängt davon ab, ob die Wallbox auf einer oder auf drei Phasen lädt.
- Einphasig 1,4 bis 3,7 kW lädt schon mit wenig Überschuss
- Dreiphasig 4,1 bis 11 kW lädt schnell, braucht mehr Überschuss
Leistung bei 230 V pro Phase. Viele Autos laden einphasig mit höchstens 3,7 kW. Wie viel Ihr Auto aufnimmt, steht im Datenblatt.
Phasenumschaltung
Dreiphasig beginnt eine Wallbox erst bei rund 4,1 kW zu laden. Schaltet sie auf eine Phase um, reichen schon 1,4 kW Überschuss. Das bringt im Frühling, im Herbst und an trüben Tagen mehr Solarstrom ins Auto.
Verbindung zur Solaranlage
Die Wallbox muss den Überschuss kennen, über einen Zähler am Hausanschluss oder über den Wechselrichter. Wir wählen eine Wallbox, die mit Ihrem Wechselrichter oder Energiemanagement zusammenarbeitet.
11 kW reichen meist
Mit 11 kW lädt die Wallbox Strom für 100 km in rund 90 Minuten. Mehr Leistung braucht zu Hause kaum jemand, und grössere Wallboxen belasten den Hausanschluss stärker.
Zähler für die Abrechnung
Im Mehrfamilienhaus oder für den Firmenwagen braucht es einen geeichten Zähler in der Wallbox, damit der Ladestrom pro Nutzer abgerechnet werden kann.
Überschussladen und Lastmanagement
Ein Zähler am Hausanschluss misst laufend, ob Strom ins Netz fliesst oder aus dem Netz kommt. Die Wallbox passt ihren Ladestrom daran an: Fliesst Strom ins Netz, lädt sie mehr, bezieht das Haus Strom, lädt sie weniger.
Dieselbe Messung schützt den Hausanschluss. Laufen Kochherd, Wärmepumpe und Wallbox gleichzeitig, senkt das Lastmanagement die Ladeleistung, bevor die Sicherung auslöst.
Lastmanagement
Ein Einfamilienhaus hat in der Regel einen Anschluss von 25 Ampere. Das Lastmanagement sorgt dafür, dass die Bezugsleistung nicht überschritten wird, und berücksichtigt Wärmepumpe und Solaranlage. Im Mehrfamilienhaus verteilt es die Leistung auf alle Ladestationen.
Werkvorschriften BE/JU/SO, Ziff. 12Anmeldung beim Netzbetreiber
Jede Ladestation, fest angeschlossen oder gesteckt, braucht vor Beginn der Arbeiten ein technisches Anschlussgesuch und eine Installationsanzeige. Ab 3,7 kVA muss der Netzbetreiber sie steuern können, die BKW begrenzt sie im Notfall auf 4,2 kW. Die Anmeldung übernehmen wir.
BKW, Notfallsteuerung von LadestationenBidirektional laden
Seit 2026 erstatten Netzbetreiber auf Antrag das Netznutzungsentgelt für Strom zurück, den ein Speicher wieder ins Netz abgibt, auch ein mobiler. Weniger als ein Prozent der Neuwagen 2023 konnte bidirektional laden, eine gemeinsame Norm erwartet EnergieSchweiz bis etwa 2028.
EnergieSchweiz, Bidirektionales LadenEin E-Auto als Speicher fürs Haus ist erst mit wenigen Modellen möglich. Heute ist meist eine Hausbatterie für Solarstrom am Abend die Lösung.
Ladestationen im Mehrfamilienhaus und in der Tiefgarage
Im Mehrfamilienhaus lohnt sich eine gemeinsame Grundinstallation mit Lastmanagement statt einzelner Leitungen pro Wallbox. Sie kostet rund CHF 500 bis 1’500 pro Parkplatz, die Ladestationen kommen dann nach Bedarf dazu. Im Kanton Bern müssen neue Mehrfamilienhäuser alle Parkplätze so vorbereiten.
Mit einer Solaranlage auf dem Dach laden die Autos tagsüber mit Strom aus dem eigenen Haus. Wie das im Zusammenschluss abgerechnet wird, steht bei Solarstrom im Mehrfamilienhaus gemeinsam nutzen.
- A Leerrohre und Platz Rohre, Kabeltrassen und Platz in der Verteilung für später. Pflicht bei neuen Einfamilienhäusern
- B Zuleitung ins Gebäude Der Hausanschluss reicht für einen grossen Teil der Parkplätze.
- C1 Strom in die Garage Flachbandkabel oder Stromschiene mit Schutz bis in die Nähe jedes Parkplatzes. Pflicht bei neuen Mehrfamilienhäusern
- C2 Strom zum Parkplatz Die Leitung führt bis an den Platz der künftigen Ladestation.
- D Ladestation Die Ladestation ist montiert und betriebsbereit.
-
Im Stockwerkeigentum
Eine gemeinsame Grundinstallation und auch eine einzelne Wallbox am eigenen Parkplatz gelten in der Regel als nützliche bauliche Massnahme. Dafür braucht es die Mehrheit der Eigentümer, die zugleich den grösseren Teil der Wertquoten vertritt. Ein gesetzliches Recht auf Laden ist in Vorbereitung, gilt aber noch nicht.
Leitfaden Ladeinfrastruktur im Stockwerkeigentum -
In der Mietwohnung
Mieterinnen und Mieter brauchen die schriftliche Zustimmung der Vermieterschaft. EnergieSchweiz empfiehlt, dass die Eigentümerschaft die Grundinstallation erstellt und dafür einen höheren Mietzins für den Parkplatz verlangt.
Leitfaden Ladeinfrastruktur in Mietobjekten -
Abrechnung und Lastmanagement
Jede Ladestation erhält einen eigenen, geeichten Zähler, damit der Strom pro Parkplatz abgerechnet werden kann. Ein dynamisches Lastmanagement verteilt die Leistung des Hausanschlusses, im Zusammenschluss zum Eigenverbrauch auch zum Solartarif.
BFE, Zugangs- und Abrechnungslösungen 2025
Kosten und Installation
Eine steuerbare Ladestation kostet inklusive Installation rund CHF 2’000 bis 3’500. Wie viel es bei Ihnen ist, hängt vor allem vom Leitungsweg und vom Stromkasten ab. Im Mehrfamilienhaus kommt die Grundinstallation dazu, die sich alle Parkplätze teilen.
Im Kanton Bern ist eine Ladestation vom Einkommen abziehbar, wenn sie mit Strom aus der eigenen Solaranlage geladen wird. Wer die Solaranlage noch plant, legt sie gleich für das Auto aus: Solaranlage fürs Einfamilienhaus mit E-Auto.
- Abklären Hausanschluss, Stromkasten und Leitungsweg prüfen, Ladeleistung von Auto und Wallbox abstimmen.
- Anmelden Anschlussgesuch und Installationsanzeige beim Netzbetreiber, vor Beginn der Arbeiten.
- Installieren Eigene Leitung mit Fehlerstromschutz ziehen, Wallbox montieren und anschliessen.
- Einstellen Wallbox mit Wechselrichter oder Zähler verbinden, Überschussladen und Lastmanagement einrichten.
- Übergeben Schlusskontrolle, Sicherheitsnachweis und eine Einführung in die Ladearten.
Beiträge an Ladestationen im Kanton Bern
Gefördert wird vor allem die Grundinstallation in bestehenden Einstellhallen, einzelne Städte und Gemeinden zahlen auch an die Ladestation. Das Gesuch muss überall vor Baubeginn eingehen. Für bidirektionale Ladestationen zahlt der Kanton CHF 3’000.
| Wer | Wofür | Beitrag | Bedingungen |
|---|---|---|---|
| Kanton Bern | Grundinstallation in Einstellhallen | CHF 250 pro Parkplatz | ab 10 Parkplätzen, Einstellhalle bewilligt vor 2023, mit Lastmanagement, höchstens 35 % |
| Stadt Bern, ewb | Ladestation | CHF 300 pro Station | intelligent und steuerbar, höchstens 10 pro Standort |
| Thun | Grundinstallation | CHF 200 pro Parkplatz | ab 3 Parkplätzen, höchstens CHF 7’500 |
| Münsingen | Grundinstallation | CHF 250 pro Parkplatz | zusätzlich zum Kanton, höchstens CHF 5’000, bis Ende 2026 |
| Muri bei Bern | private Ladestation | CHF 300 pro Station | eine pro Wohnung, 3,6 bis 22 kW |
| Spiez | Grundinstallation | bis CHF 250 pro Parkplatz | ab 3 Parkplätzen, höchstens die Hälfte der Kosten |
| Ittigen | Wandladestation | CHF 1’000 pro Ladestelle | 11 bis 22 kW |
Häufige Fragen zur Ladestation
Antworten zu Kosten, Überschussladen, Anmeldung, Förderung und Stockwerkeigentum rund um die Wallbox im Kanton Bern.
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Frage stellenEine steuerbare Ladestation kostet inklusive Installation rund CHF 2’000 bis 3’500, so ein Factsheet von EnergieSchweiz. Wie viel es im Einzelfall ist, hängt vor allem vom Leitungsweg und vom Stromkasten ab. Im Mehrfamilienhaus kommt eine Grundinstallation von CHF 500 bis 1’500 pro Parkplatz dazu.
Von Frühling bis Herbst oft ja, wenn das Auto tagsüber zu Hause steht und die Wallbox mit Überschuss lädt. Im Winter und bei Pendlern braucht es Netzstrom dazu. Wer zu den gewohnten Zeiten lädt, deckt laut EnergieSchweiz nur rund 15 Prozent mit eigenem Solarstrom, mit konsequenter Steuerung sind bis 90 Prozent möglich.
Rechnerisch reichen gut 2 kWp: Ein Elektroauto fährt im Schnitt 11’550 km pro Jahr und braucht dafür rund 2’000 kWh. Weil Haushalt und Auto den Solarstrom zur gleichen Zeit brauchen, planen wir die Anlage für beides zusammen. Auf vielen Einfamilienhäusern sind 10 kWp und mehr möglich.
Eine Wallbox, die zwischen einer und drei Phasen umschalten kann und die Daten von Zähler oder Wechselrichter erhält. Dreiphasig beginnt das Laden erst bei rund 4,1 kW, einphasig schon bei 1,4 kW. Für das Einfamilienhaus empfiehlt EnergieSchweiz 11 kW.
Ja, jede Ladestation, ob fest angeschlossen oder gesteckt. Vor Beginn der Arbeiten braucht es ein technisches Anschlussgesuch und eine Installationsanzeige. Ab 3,7 kVA muss der Netzbetreiber die Ladestation steuern können. Die Anmeldung macht die Elektrofachperson.
Der Kanton zahlt CHF 250 pro Parkplatz an die Grundinstallation in bestehenden Einstellhallen mit mindestens 10 Plätzen und Lastmanagement. Die Stadt Bern zahlt über ewb CHF 300 pro steuerbarer Ladestation, dazu kommen Beiträge in Thun, Münsingen, Muri, Spiez und Ittigen. Das Gesuch muss jeweils vor Baubeginn eingehen. Im Kanton Bern ist eine Ladestation zudem vom Einkommen abziehbar, wenn sie mit Strom aus der eigenen Solaranlage lädt.
Ja, mit einem Beschluss der Eigentümerversammlung. Eine einzelne Wallbox und eine gemeinsame Grundinstallation gelten in der Regel als nützliche bauliche Massnahme, dafür braucht es die Mehrheit der Eigentümer, die zugleich den grösseren Teil der Wertquoten vertritt. Ein gesetzliches Recht auf Laden hat der Bund 2026 in die Vernehmlassung gegeben, es gilt noch nicht.
Mit bidirektionalem Laden ja, bisher aber nur mit wenigen Fahrzeugen und teuren Ladestationen. Weniger als ein Prozent der Neuwagen 2023 konnte bidirektional laden, eine gemeinsame Norm erwartet EnergieSchweiz bis etwa 2028. Der Kanton Bern zahlt an bidirektionale DC-Ladestationen mit Lastmanagement CHF 3’000.
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