Solarfassade: Photovoltaik, die auch im Winter liefert
Eine Solarfassade fängt die tiefe Wintersonne fast senkrecht ein, und auf senkrechten Modulen bleibt kein Schnee liegen. Übers Jahr liefert eine Südfassade rund 72 Prozent eines Süddachs, von Oktober bis März etwa gleich viel.
Wählen Sie unten Ausrichtung, Fläche und Bauart Ihrer Fassade. Für Module mit mindestens 75 Grad Neigung zahlt der Bund zur Einmalvergütung einen Bonus von CHF 200 pro kWp, bei integrierten Anlagen CHF 400. Planung, Montage und Anschluss übernehmen wir: Photovoltaik vom Elektrofachbetrieb in Ostermundigen.
- Fassade Süd
- Dach 30° Süd
Winterhalbjahr Oktober bis März
Monatsertrag nach PVGIS 5.3 für Bern, Module senkrecht und hinterlüftet, ohne Verschattung und ohne Schnee auf dem Dach. Wie in unseren übrigen Rechnern auf das gemessene Schweizer Mittel von 900 kWh pro kWp skaliert, weil PVGIS gemessene Anlagen überschätzt. Fenster, Balkone und Nachbarbauten werfen Schatten: Gemessene Südfassaden an Mehrfamilienhäusern lieferten 400 bis 620 kWh pro kWp, davon 40 bis 43 Prozent im Winterhalbjahr (EnergieSchweiz 2022). 200 Wp pro m², farbige Module 25 Prozent weniger (EnergieSchweiz: 10 bis 40 Prozent). Einmalvergütung und Neigungsbonus nach Energieförderungsverordnung, Anhang 2.1.
Solarfassaden in Zahlen
Fassaden liefern übers Jahr weniger Strom als Dächer, dafür einen grösseren Teil davon im Winter. Der Bund zahlt für steile Module einen Bonus, und seit 2026 genügt für die meisten Fassadenanlagen eine Meldung.
- 40 %
- ihres Jahresertrags lieferten Südfassaden an fünf Mehrfamilienhäusern im Winterhalbjahr, Dachanlagen rund 25 % EnergieSchweiz, Messdatenanalyse 2022
- 82 %
- des Jahresertrags einer Dachanlage bringen Module an einer Südfassade, an der Ostfassade 68 %, an der Westfassade 66 % HSLU-Projekt GreenPV, BFE 2024
- CHF 400
- Neigungsbonus pro kWp für integrierte Anlagen ab 75 Grad, für angebaute CHF 200. Er kommt zur Einmalvergütung dazu Energieförderungsverordnung, Anhang 2.1
- CHF 300–500
- pro m² kostet eine Solarfassade mehr als eine herkömmliche Glas- oder Metallfassade EnergieSchweiz, Ratgeber Integrierte Photovoltaik
- 2026
- Seit dem 1. Januar sind genügend angepasste Solaranlagen an Fassaden nur noch meldepflichtig, im Kanton Bern über eBau Raumplanungsverordnung Art. 32abis
- 17 TWh
- Strom pro Jahr könnten gut geeignete Fassaden in der Schweiz liefern, Dächer und Fassaden zusammen 67 TWh BFE, sonnenfassade.ch
Stand Oktober 2026. Beträge ohne MWST, Einmalvergütung für Anlagen mit Inbetriebnahme ab 1. April 2025.
Wie viel Strom liefert eine Solarfassade?
Eine unverschattete Südfassade liefert in Bern rund 710 kWh pro kWp und Jahr, ein 30°-Süddach rund 990. Südost- und Südwestfassaden kommen auf rund 650 bis 660, Ost und West auf rund 480 bis 490. Nordfassaden lohnen sich kaum.
Viel Fassadenfläche haben Mehrfamilienhäuser, Hallen und Bürobauten. Für Betriebe lohnt sich der Blick auf Solaranlagen für Gewerbe- und Industriebauten, bei denen Dach und Fassade zusammen geplant werden.
pro kWp lieferten Südfassaden an fünf Häusern, kaum beschattete über 650. Fenster, Balkone und Nachbarbauten kosten Ertrag, darum planen wir die Belegung auf die Verschattung hin.
EnergieSchweiz, Messdatenanalyse 2022Wie viel Sonne Ihre Fassaden erhalten, zeigt der Bund für jedes Gebäude auf sonnenfassade.ch. Die Karte rechnet mit der ganzen Fläche, Fenster und Türen ziehen wir bei der Planung ab.
sonnenfassade.ch2025 kamen in der Schweiz 304 Fassadenanlagen dazu, bei 37’257 neuen Solaranlagen insgesamt.
BFE, Statistik Sonnenenergie 2025Winterstrom: warum Fassaden im Kanton Bern punkten
Am 21. Dezember steht die Sonne in Bern am Mittag nur 19,6 Grad hoch. Auf eine senkrechte Fassade trifft sie damit fast im rechten Winkel, auf ein flaches Dach sehr schräg. Dazu bleibt an der Fassade kein Schnee liegen, während Dachanlagen unter Schnee keinen Strom liefern.
- 40–43 %
- ihres Jahresertrags lieferten Südfassaden im Winterhalbjahr, Dachanlagen rund 25 %. EnergieSchweiz
- Okt. bis Feb.
- liefern unverschattete Module an der Südfassade mehr Strom als eine Dachanlage. HSLU, BFE
- 10,27 Rp.
- war der Marktpreis für Solarstrom im 1. Quartal 2026, im 2. Quartal 3,90 Rp. Ab 2027 richtet sich die Vergütung nach dem Preis zum Zeitpunkt der Einspeisung. BFE
- 21. Juni: 66,5°
- 21. März: 43,1°
- 21. Dezember: 19,6°
Gestaltung: Farben, Formate und Materialien
Eine Solarfassade kann wirken wie eine Glas-, Metall- oder Faserzementfassade. Farbe, Oberfläche und Format wählen Sie wie bei jeder Fassade. Je heller und farbiger die Module sind, desto weniger Strom liefern sie, darum rechnen wir jede Variante vor dem Entscheid durch.
Auf dem Dach folgt die Indach-Anlage mit Modulen als Dachhaut derselben Idee.
Farbe
Farbige Module entstehen mit keramischem Digitaldruck oder farbigen Folien im Glas. Je nach Verfahren leisten sie 10 bis 40 Prozent weniger als schwarze Module, die Farbe kostet rund CHF 50 bis 100 pro m² mehr.
EnergieSchweiz, Integrierte SolaranlagenOberfläche
Gläser gibt es glatt, satiniert oder strukturiert. Satinierte und geätzte Gläser wirken matt, verbergen die Zellen und blenden weniger als glatte.
EnergieSchweiz, Solare ArchitekturFormat
Module lassen sich nach dem Rastermass der Fassade fertigen, auch dreieckig oder trapezförmig. Wo keine Zellen hinpassen, ergänzen gleich aussehende Blindmodule die Fläche.
EnergieSchweiz, Ratgeber Integrierte PhotovoltaikBefestigung
Meist hängen die Module als hinterlüftete Fassade an einer Unterkonstruktion aus Aluminium. Ohne Baubewilligung dürfen sie höchstens 20 cm von der Fassade abstehen und müssen in Farbe und Material einheitlich sein.
Kanton Bern, Merkblatt Solaranlagen an FassadenDas Mehrfamilienhaus Maison Climat in Biel mit 20 Mietwohnungen erzeugt mit Modulen in Dach und Fassade rund 73’100 kWh Strom pro Jahr. Es erhielt 2023 den Schweizer Solarpreis.
Solar Agentur Schweiz, Solarpreis 2023Kosten und Förderbonus für Fassadenanlagen
Eine Solarfassade kostet pro m² rund CHF 300 bis 500 mehr als eine herkömmliche Glas- oder Metallfassade. Dafür entfällt die übliche Bekleidung, und die Fassade liefert Strom. Einfache Anlagen sind laut EnergieSchweiz ab etwa 15 Jahren amortisiert.
Zur Einmalvergütung kommt für Module ab 75 Grad der Neigungsbonus, einzelne Gemeinden zahlen zusätzlich. Eine Übersicht über alle Förderbeiträge von Bund und Gemeinden steht im Ratgeber.
- Module 100–500
- Befestigung 50–180
- Farbe, zusätzlich 50–100
- Mehrkosten gegenüber herkömmlicher Fassade 300–500
Beispiel Zürich-Oerlikon: gedämmte, hinterlüftete Solarfassade für CHF 1’032 pro m², davon CHF 473 mehr als mit Faserzement. Preisstand 2020. EnergieSchweiz, Integrierte Solaranlagen, Ratgeber 2021
| Anlage | Angebaut | Integriert |
|---|---|---|
| 10 kWp | CHF 5’600 | CHF 8’000 |
| 20 kWp | CHF 11’200 | CHF 16’000 |
| 30 kWp | CHF 16’800 | CHF 24’000 |
| 50 kWp | CHF 26’800 | CHF 38’600 |
Bonus CHF 200 pro kWp angebaut, CHF 400 integriert, nur für Module ab 75 Grad. Integriert ist eine Fassade, wenn die Module die äussere Bekleidung ersetzen. Energieförderungsverordnung
- Thun CHF 1’000 pro kWp
für fassadenintegrierte Anlagen, höchstens CHF 30’000. Steile Anlagen über 60 Grad erhalten sonst CHF 300 pro kWp.
Förderprogramm Thun - Biel 25 % der Kosten
für Photovoltaik an Fassaden, höchstens CHF 5’000. Gesuch vor Projektbeginn, Programm bis Ende 2028.
Förderprogramm Biel - Muri bei Bern 25 % der Kosten
für Fassadenanlagen, höchstens CHF 10’000. Gesuch vor Baubeginn.
Förderprogramm Muri bei Bern
Bewilligung von Solarfassaden im Kanton Bern
Seit dem 1. Januar 2026 brauchen genügend angepasste Solaranlagen an Fassaden keine Baubewilligung mehr. Im Kanton Bern werden sie spätestens 7 Arbeitstage vor Baubeginn über eBau der Gemeinde gemeldet. Meldung oder Baugesuch reichen wir für Sie ein.
An schützenswerten Baudenkmälern, an erhaltenswerten in einer Baugruppe und an Kulturdenkmälern von nationaler Bedeutung braucht es weiterhin eine Baubewilligung. Brandschutz gilt in jedem Fall.
Ohne Baubewilligung, wenn die Anlage …
- eine kompakte rechteckige Fläche oder mehrere gleichmässig wiederholte
- ersetzt einheitlich gestaltete Fassadenelemente
- deckt eine Giebelfläche ganz ab
- hat eine ähnliche Farbe wie die übrige Fassade
- liegt in einer Arbeitszone
- überdeckt keine Gliederungs- oder Schmuckelemente
- ragt von vorne gesehen nicht über die Fassadenkanten
- steht höchstens 20 cm und parallel vor der Fassade
- ist einheitlich in Farbe und Material und reflexionsarm
Der Kanton Bern lässt in der Bauzone weitere harmonische Anordnungen zu, das Merkblatt zeigt Beispiele. RPV Art. 32abis, Baubewilligungsdekret Art. 7a, Merkblatt Kanton Bern
Brandschutz nach Gebäudehöhe
- bis 11 m Einfamilienhaus, kleines Mehrfamilienhaus
Kein Nachweis nötig. Alle Modultypen sind zulässig, horizontale Brandschutzmassnahmen braucht es nicht.
- bis 30 m Mehrfamilienhaus, Bürobau
Eine von der VKF anerkannte Konstruktion oder ein Nachweis, zum Beispiel Glas-Glas-Module mit Brandsperren je Geschoss. Inspektion alle 3 Jahre.
- über 30 m Hochhaus
Immer mit Nachweisverfahren und dickeren Glas-Glas-Modulen. Inspektion alle 2 Jahre.
Für hinterlüftete Solarfassaden gilt bis Ende 2026 ein Übergangsdokument von Swissolar und EnergieSchweiz, bis die VKF den Stand der Technik festlegt. Swissolar, Brandschutz an Fassaden
Blendung
Gut einsehbare Fassaden gegen Süden, Osten oder Westen prüfen wir mit dem Blendtool des Kantons Bern. Ein Blendgutachten braucht es nur in kritischen Lagen, matte Gläser senken die Blendung zusätzlich.
blendtool.ch, Kanton BernOrtsbild
In Ortsbildschutzgebieten braucht es eine Baubewilligung, wenn das Schutzinteresse betroffen ist. Ab dem 1. November 2026 gelten zudem Ortsbildteile im Bundesinventar ISOS mit dem Erhaltungsziel «Erhalten der Substanz» als Kulturdenkmäler, dort ist ein Baugesuch immer nötig.
Kanton Bern, Baudenkmal und EnergieHäufige Fragen zur Solarfassade
Antworten zu Kosten, Ertrag, Winterstrom, Förderung und Bewilligung von Solarfassaden im Kanton Bern.
Ihre Frage ist nicht dabei?
Schreiben Sie uns kurz über das Anfrageformular. Wir beantworten Fragen zu Ihrer Anlage gerne persönlich.
Frage stellenPro m² rund CHF 300 bis 500 mehr als eine herkömmliche Glas- oder Metallfassade, schätzt EnergieSchweiz. Die Module kosten CHF 100 bis 500 pro m², die Befestigung 50 bis 180, farbige Gläser 50 bis 100 mehr. Eine gedämmte, hinterlüftete Solarfassade in Zürich-Oerlikon kostete CHF 1’032 pro m², Preisstand 2020.
Am ehesten an einer gut besonnten Süd-, Südost- oder Südwestfassade, die ohnehin neu verkleidet wird. Dann ersetzen die Module die Bekleidung, und es zählen nur die Mehrkosten. Einfache Anlagen sind laut EnergieSchweiz ab etwa 15 Jahren amortisiert. Eine integrierte Fassade mit 20 kWp erhält CHF 16’000 Einmalvergütung samt Neigungsbonus.
Gemessen an fünf Mehrfamilienhäusern lieferten Südfassaden 40 bis 43 Prozent ihres Jahresertrags im Winterhalbjahr, Dachanlagen rund 25 Prozent. Von Oktober bis Februar liefern unverschattete Südfassaden mehr Strom als eine Dachanlage. Auf senkrechten Modulen bleibt kein Schnee liegen.
Süden, danach Südost und Südwest. In Bern liefert eine unverschattete Südfassade rund 710 kWh pro kWp und Jahr, Südost und Südwest rund 650, Ost und West rund 480 bis 490. Nordfassaden kommen auf rund 160 kWh und lohnen sich kaum.
Seit dem 1. Januar 2026 meist nicht. Genügend angepasste Anlagen, zum Beispiel eine kompakte rechteckige Fläche, die höchstens 20 cm vor der Fassade steht und einheitlich in Farbe und Material ist, werden spätestens 7 Arbeitstage vor Baubeginn über eBau gemeldet. An schützenswerten Baudenkmälern und an Kulturdenkmälern braucht es weiterhin eine Baubewilligung.
Ja. Zur Einmalvergütung zahlt der Bund für Module ab 75 Grad einen Neigungsbonus von CHF 200 pro kWp, bei integrierten Anlagen CHF 400. Thun zahlt für fassadenintegrierte Anlagen CHF 1’000 pro kWp, Biel und Muri bei Bern je 25 Prozent der Kosten, höchstens CHF 5’000 beziehungsweise 10’000. Die Gemeinden verlangen das Gesuch vor Baubeginn.
Ja, mit keramischem Digitaldruck oder farbigen Folien im Glas, in vielen Farben und mit matter Oberfläche. Farbige Module leisten je nach Verfahren 10 bis 40 Prozent weniger als schwarze, die Farbe kostet rund CHF 50 bis 100 pro m² mehr.
Das hängt von der Gebäudehöhe ab. Bis 11 Meter braucht es keinen Nachweis. Bis 30 Meter braucht es eine von der VKF anerkannte Konstruktion oder einen Nachweis, zum Beispiel Glas-Glas-Module mit Brandsperren je Geschoss. Bei Hochhäusern ist ein Nachweisverfahren immer nötig.
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- Antwort innerhalb von 24 Stunden
- Kostenlos und unverbindlich
- Eigenes Montage-Team, keine Subunternehmer
- Förderantrag und Anschlussgesuch inklusive
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